The story of The Eiffel Tower · 3 min · Deutsch

Die Eiserne Lady von Paris: Ein Spaziergang zum Eiffelturm

A narrated story about The Eiffel Tower — press play, or read it below.

Avsha narrates a story about wherever you are — any street, in your language. Free to start, no account.

The story

Herzlich willkommen in der Stadt der Lichter. Mein Name ist Avsha, und ich freue mich, Sie heute an einem Ort zu begleiten, der die Fantasie der Welt seit über einem Jahrhundert beflügelt. Wenn Sie jetzt hier stehen, auf dem weiten Grün des Champ de Mars, und den Nacken weit zurücklegen, spüren Sie wahrscheinlich diese ganz besondere Ehrfurcht.

Wir blicken auf die „Eiserne Lady“, das Monument, das Paris wie kein anderes definiert. Aber wussten Sie, dass dieses Wahrzeichen fast nie überlebt hätte? Stellen wir uns das Jahr 1889 vor.

Paris feiert den hundertsten Jahrestag der Französischen Revolution mit einer gigantischen Weltausstellung. Gustave Eiffel, ein genialer Ingenieur, wollte etwas erschaffen, das die Welt noch nie gesehen hatte: das höchste Bauwerk der Erde. Doch die Pariser Elite war entsetzt.

Berühmte Schriftsteller und Künstler unterschrieben wütende Petitionen gegen diese „monströse Konstruktion“. Sie nannten den Entwurf eine „hässliche Fabrikschornstein-Säule“ und eine Schande für das architektonische Erbe der Stadt. Tatsächlich war der Turm ursprünglich nur als Provisorium gedacht und sollte nach genau zwanzig Jahren wieder abgerissen werden.

Es gibt eine wunderbare Anekdote über den berühmten Schriftsteller Guy de Maupassant. Er behauptete, den Turm so leidenschaftlich zu hassen, dass er fast jeden Tag im Restaurant direkt auf der ersten Etage zu Mittag aß. Sein Grund war so einfach wie genial: Es war laut ihm der einzige Ort in ganz Paris, von dem aus er den Turm nicht sehen musste.

Schauen Sie sich die Konstruktion einmal ganz genau an. Diese 18.000 Einzelteile aus speziellem Schmiedeeisen werden von sage und schreibe zweieinhalb Millionen Nieten zusammengehalten.

Wenn Sie Ihren Blick an den massiven Pfeilern hochwandern lassen, entdecken Sie direkt unterhalb der ersten Plattform eine Reihe von Namen in goldenen Lettern. Das sind 72 bedeutende französische Wissenschaftler, Mathematiker und Ingenieure – eine Hommage Eiffels an den menschlichen Geist und den technischen Fortschritt. Der Turm ist fast wie ein lebendiges Wesen.

Er „atmet“. Im Sommer dehnt sich das Metall in der intensiven Mittagssonne aus, sodass die Spitze um bis zu 15 Zentimeter schwanken oder sich neigen kann. Und wussten Sie, dass er etwa alle sieben Jahre komplett von Hand gestrichen wird?

60 Tonnen Farbe sind jedes Mal nötig, um die Lady vor dem Rost und der Witterung zu schützen. Während wir hier stehen, lassen Sie Ihren Blick einmal schweifen. Hinter uns liegt die geschichtsträchtige École Militaire, und auf der anderen Seite der Seine glänzen die imposanten Fontänen des Trocadéro.

Früher war dieser Platz hier ein staubiges Exerzierfeld für Soldaten, heute ist er der Vorgarten der Welt. Wenn gleich die Dämmerung einsetzt, verwandelt sich die Lady. Jede volle Stunde glitzert sie für fünf Minuten wie ein Feld aus Diamanten.

In diesem Moment verstummt jede alte Kritik der Vergangenheit, und es bleibt nur noch die reine Magie. Bleiben Sie einen Moment stehen, atmen Sie die Pariser Luft ein und lassen Sie diesen eisernen Riesen auf sich wirken. Er ist weit mehr als nur ein Turm – er ist das schlagende, eiserne Herz dieser unvergesslichen Stadt.

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