The story of The Forbidden City · 3 min · Deutsch

Die Verbotene Stadt: Das goldene Herz des kaiserlichen Chinas

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The story

Willkommen in Peking, im Zentrum des Reiches der Mitte. Sie stehen hier vor einem Ort, der über fünf Jahrhunderte lang für die einfache Bevölkerung vollkommen unerreichbar war. Die Verbotene Stadt ist nicht nur ein Palast, sie ist ein steinernes Abbild der kosmischen Ordnung.

Während Sie sich dem gewaltigen Mittagstor, dem Wu Men, nähern, spüren Sie förmlich das Gewicht der Geschichte. Dieses U-förmige Bauwerk war der Ort, an dem der Kaiser seine Armeen inspizierte und den neuen Kalender verkündete. Nur er, der Sohn des Himmels, durfte das mittlere der fünf Tore durchschreiten.

Wenn wir den ersten großen Hof betreten, sehen Sie den Fluss des Goldnen Wassers, der von fünf kunstvollen Marmorbrücken überspannt wird. Sie symbolisieren die fünf konfuzianischen Tugenden. Achten Sie auf die Farben um Sie herum.

Das tiefe Rot der Mauern steht für Glück und Feierlichkeit, während das strahlende Gelb der Glasurziegel auf den Dächern exklusiv dem Kaiser vorbehalten war. Man sagt, der Komplex beherberge genau neuntausendneunhundertneunundneunzigundeinhalb Räume. Warum nicht zehntausend?

Weil die Zahl Zehntausend dem Himmel vorbehalten war und kein irdischer Herrscher es wagen durfte, Gott gleichzukommen. Das Herzstück der Anlage ist die Halle der Höchsten Harmonie. Sie thront auf einer dreistufigen Marmorterrasse und ist das größte Holzbauwerk Chinas.

Hier, auf dem prächtigen Drachenthron, wurden Kaiser gekrönt und Hochzeiten gefeiert. Schauen Sie genau hin: Überall finden Sie Drachenmotive, die Symbole kaiserlicher Macht. Es heißt, dass beim Bau des Palastes im frühen 15.

Jahrhundert über eine Million Arbeiter und hunderttausend Kunsthandwerker beteiligt waren. Die massiven Marmorblöcke wurden im Winter auf Eisbahnen herbeigezogen, die man künstlich mit Brunnenwasser bewässerte. Hinter den offiziellen Hallen beginnt der Innere Hof, das Reich der Frauen, der Eunuchen und der kaiserlichen Familie.

Hier lebte der letzte Kaiser, Puyi, als kleiner Junge in einer Welt, die bereits im Sterben lag, während draußen die Moderne begann. Die Stille in den schmalen Seitengassen lässt erahnen, wie isoliert und doch prachtvoll das Leben hier gewesen sein muss. In den kaiserlichen Gärten am nördlichen Ende finden Sie bizarre Felsformationen und uralte Zypressen, die Geschichten von Intrigen und Poesie flüstern.

Die Verbotene Stadt ist mehr als nur Architektur; sie ist das versteinerte Vermächtnis einer Zivilisation, die glaubte, den Mittelpunkt der Welt gefunden zu haben. Atmen Sie die Luft ein, hören Sie auf das ferne Echo der Gongs und lassen Sie sich von der zeitlosen Pracht dieses Ortes verzaubern.

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